Ratgeber

Website-Relaunch oder neu bauen? So findest du es heraus.

Nicht jede in die Jahre gekommene Website braucht einen kompletten Neuaufbau – manche schon. Hier sind die Kriterien, mit denen du die Entscheidung nüchtern treffen kannst.

Woran du merkst, dass deine Website nicht mehr trägt

Meist ist es kein einzelner Moment, sondern ein schleichendes Gefühl: Die Website erzählt noch den Stand von vor ein paar Jahren, während sich dein Angebot längst weiterentwickelt hat. Typische Anzeichen:

  • Dein Angebot hat sich verändert, aber die Website zeigt noch das alte Bild.
  • Auf dem Smartphone ist die Seite mühsam zu bedienen – kleine Schrift, verrutschte Elemente, umständliche Navigation.
  • Über die Website kommen kaum Anfragen, obwohl es dein Unternehmen gut läuft.
  • Inhalte zu ändern ist so umständlich, dass es niemand mehr macht.
  • Das Design wirkt deutlich älter als dein Unternehmen.

Wenn du mehrere Punkte wiedererkennst, lohnt sich die Frage: gezielt verbessern oder neu aufbauen?

Wann eine gezielte Weiterentwicklung reicht

Ein kompletter Neuaufbau ist nicht automatisch die richtige Antwort. Wenn die Grundlagen stimmen, ist ein gezielter Eingriff oft der wirtschaftlichere Weg:

  • Die Struktur ist grundsätzlich klar: Besucher finden sich zurecht, nur einzelne Bereiche sind veraltet oder unvollständig.
  • Die Technik ist solide: Die Seite lädt ordentlich, funktioniert mobil und lässt sich ohne Verrenkungen bearbeiten.
  • Es fehlt Konkretes: ein FAQ-Bereich, bessere Bilder, ein überarbeiteter Leistungsbereich oder eine geprüfte SEO-Basis.

Für solche Fälle gibt es bei mir bewusst kein drittes Standardpaket, sondern eine Weiterentwicklung nach Aufwand – vorab geprüft und transparent kalkuliert.

Wann ein Neuaufbau die bessere Grundlage ist

Es gibt einen Punkt, an dem Flicken teurer wird als Neubauen – nicht sofort sichtbar im Preis, aber in Zeit, Frust und verpassten Anfragen:

  • Gewachsene Technik: Ein altes Baukasten-System oder eine über Jahre gewachsene Installation mit vielen Erweiterungen, bei der niemand mehr genau weiß, was wovon abhängt.
  • Die Struktur passt nicht mehr: Dein Angebot hat sich so verändert, dass die alte Seitenaufteilung es nicht mehr abbilden kann – neue Inhalte werden irgendwo „drangehängt".
  • Mobil nachgerüstet statt mitgedacht: Die mobile Ansicht wirkt wie eine verkleinerte Desktop-Seite, nicht wie eine eigenständig geplante Darstellung.
  • Inhalte ohne Ordnung: Über Jahre sind Seiten dazugekommen, aber keine wurde je aufgeräumt – Besucher und Suchmaschinen finden keinen roten Faden mehr.

Faustregel: Wenn mehr als die Hälfte der Website angefasst werden müsste, ist ein sauberer Neuaufbau meist die bessere und langfristig günstigere Grundlage.

Was beim Relaunch mit deiner Google-Sichtbarkeit passiert

Die häufigste Sorge vor einem Relaunch ist berechtigt: Was passiert mit den Rankings? Die ehrliche Antwort: Bei sauberem Vorgehen bleibt die Sichtbarkeit in der Regel erhalten – und kann sich verbessern, wenn Struktur und Inhalte danach klarer sind.

  • Vor dem Relaunch wird erfasst, welche Seiten bereits über Google gefunden werden.
  • Geänderte Adressen werden per Weiterleitung sauber auf die neuen Seiten geführt.
  • Bewährte Seitenthemen bleiben erhalten oder werden bewusst zusammengeführt – nicht ersatzlos gestrichen.
  • Nach dem Livegang zeigt die Google Search Console, wie sich die Sichtbarkeit entwickelt.

Kurzfristige Schwankungen nach der Umstellung sind normal und kein Grund zur Panik.

Ein Beispiel aus der Praxis

Wie ein Neuaufbau konkret wirken kann, zeigt der Website-Relaunch für die Mietervereinigung Berlin: Aus einer einfachen digitalen Visitenkarte wurde ein geordnetes Informationsportal mit Ratgeber- und News-Bereich. Seit dem Relaunch im März 2026 werden die aufgebauten Inhalte zunehmend über Google gefunden – die vollständige Fallstudie zeigt die Zahlen und ordnet sie ehrlich ein.

Checkliste für deine Entscheidung

  • Bildet die aktuelle Seitenstruktur dein heutiges Angebot ab?
  • Funktioniert die Website auf dem Smartphone wirklich gut – nicht nur „irgendwie"?
  • Lassen sich Inhalte ohne großen Aufwand aktuell halten?
  • Weißt du, welche Seiten über Google gefunden werden?
  • Würdest du deine eigene Website einem Neukunden ohne Zögern zeigen?
  • Wie viel müsste angefasst werden – einzelne Bereiche oder mehr als die Hälfte?

Wenn du unsicher bist: Vor jedem Projekt schaue ich mir deine bestehende Website an – Struktur, Inhalte, Technik und SEO-Grundlagen. Diese Einschätzung ist Teil des kostenlosen Erstgesprächs, und sie fällt auch mal zugunsten deiner alten Website aus.

Häufige Fragen zum Relaunch

Was kostet ein Website-Relaunch?

Bei einem vollständigen Neuaufbau gelten dieselben festen Pakete wie für eine neue Website: Website Kompakt für 2.550 € mit 4 bis 6 Unterseiten oder Website Plus für 3.950 € mit 7 bis 10 Unterseiten.

Wenn deine Website grundsätzlich steht und nur einzelne Bereiche verbessert werden sollen, wird der Aufwand vorab geprüft und transparent passend zur Aufgabe kalkuliert.

Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?

Bei sauberem Vorgehen bleibt die Sichtbarkeit in der Regel erhalten: Vorhandene Seiten und Rankings werden vor dem Relaunch erfasst, geänderte Adressen per Weiterleitung auf die neuen Seiten geführt und bewährte Seitenthemen beibehalten statt ersatzlos gestrichen.

Kurzfristige Schwankungen nach der Umstellung sind normal. Über die Google Search Console lässt sich die Entwicklung nach dem Livegang nachvollziehen.

Kann ich Inhalte meiner alten Website übernehmen?

Ja, und das ist oft sinnvoll. Gute Texte und bewährte Inhalte werden übernommen und geschärft statt neu erfunden – gerade Inhalte, die bereits über Google gefunden werden, sind wertvoll.

Was nicht mehr zum Angebot passt, wird gestrichen. So bleibt Bewährtes erhalten, während Struktur und Darstellung neu aufgebaut werden.

Relaunch oder gezielte Verbesserung?

Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch schaue ich mir deine Website an und sage dir ehrlich, was sinnvoll ist – und was nicht.