Ratgeber

Wann brauche ich eine neue Website – und wann reicht ein Relaunch?

Wenn du deine Website erneuern möchtest, ist nicht automatisch ein kompletter Neuaufbau nötig. Hier findest du die wichtigsten Anzeichen, einen Selbstcheck und eine klare Abgrenzung zwischen gezielter Verbesserung, Relaunch und neuer Website.

Zwölf Anzeichen, dass deine Website überarbeitet werden sollte

Manchmal passt die Website nicht mehr zum heutigen Angebot. Die folgenden Punkte helfen dir, Probleme bei Inhalt, Bedienung und Technik genauer einzuordnen.

Was deine Besucher merken

  • Auf dem Smartphone ist die Bedienung mühsam. Kleine Schrift, verrutschte Elemente und schwer zu treffende Buttons erschweren die Nutzung. Auf dem Smartphone sollten Schrift, Navigation und Buttons gut bedienbar sein.
  • Die Seite lädt spürbar langsam. Wer mehrere Sekunden auf ein weißes Bild schaut, ist oft schon wieder weg, bevor dein Angebot überhaupt sichtbar wird.
  • Das Design wirkt deutlich älter als dein Unternehmen. Eine veraltete Gestaltung kann einen unpassenden Eindruck von deinem Unternehmen vermitteln.
  • Wichtige Informationen sind schwer zu finden. Preise, Leistungsumfang, Einzugsgebiet oder die Kontaktmöglichkeit stecken drei Klicks tief oder mitten im Fließtext.
  • Die Navigation ist über die Jahre unübersichtlich geworden. Viele Menüpunkte, unklare Bezeichnungen, Seiten, die es doppelt gibt.
  • Neben der Konkurrenz fällst du ab. Vergleiche deine Seite mit zwei Wettbewerbern: Sind Angebot und Kontaktmöglichkeiten ähnlich leicht zu finden?

Was du selbst im Alltag merkst

  • Inhalte zu ändern ist so umständlich, dass es niemand mehr macht. Das ist der Punkt, an dem eine Website anfängt, still zu veralten.
  • Dein Angebot hat sich verändert, die Website zeigt noch das alte Bild. Neue Leistungen wurden irgendwo angehängt, alte stehen noch da.
  • Über die Website kommen kaum Anfragen, obwohl dein Unternehmen gut läuft. Prüfe, ob genügend Menschen die Website besuchen und ob sie die Kontaktmöglichkeit leicht finden.
  • Du zeigst deine eigene Website nicht gerne. Wenn du im Gespräch lieber erklärst, als den Link zu schicken, ist das ein deutliches Signal.

Was im Hintergrund passiert

  • Die technische Grundlage wird nicht mehr versorgt. Ein altes Redaktionssystem, veraltete Erweiterungen oder eine PHP-Version ohne Sicherheitsupdates sind ein echtes Risiko – und von außen nicht sichtbar, bis etwas passiert.
  • Deine Sichtbarkeit bei Google nimmt ab. Weniger Aufrufe über die Suche, Seiten, die gar nicht im Index stehen, oder Suchergebnisse, die dein Angebot falsch beschreiben.

Der Zehn-Minuten-Selbstcheck

Statt zu schätzen, kannst du die wichtigsten Punkte selbst prüfen. Du brauchst dafür nur dein Smartphone und rund zehn Minuten:

  • Der Handy-Test. Ruf deine Website auf dem Smartphone auf. Achte darauf, ob die Schrift ohne Vergrößern lesbar ist und ob du die Kontaktmöglichkeit schnell findest. Musst du lange suchen oder lassen sich Buttons kaum treffen, sollte die mobile Ansicht überarbeitet werden.
  • Der Fremde-Augen-Test. Lies die Startseite so, als kenntest du dein Unternehmen nicht. Wird in den ersten Sekunden klar, was du anbietest, für wen und was der nächste Schritt ist?
  • Der Tempo-Test. Prüf die Ladezeit mit Google PageSpeed Insights. Schau dir die mobile Auswertung und die konkreten Hinweise an. Eine einzelne Messung ist eine Momentaufnahme.
  • Der Aktualitäts-Test. Geh die Seiten durch: Stimmen Leistungen, Referenzen, Bilder und Ansprechpartner noch? Gibt es Links, die ins Leere laufen?
  • Der Sichtbarkeits-Test. Gib deinen Firmennamen und danach deine wichtigste Leistung samt Ort bei Google ein. Taucht deine Website auf – und beschreibt das Suchergebnis, was du wirklich machst?
  • Der Pflege-Test. Ändere versuchsweise einen Satz auf einer Unterseite. Wenn du dafür Hilfe brauchst oder es schlicht nicht mehr weißt, ist das ein Befund für sich.

Einzelne Probleme lassen sich häufig gezielt beheben. Wenn Technik, Seitenstruktur und mobile Darstellung zugleich grundlegend überarbeitet werden müssen, sollten Aufwand und Kosten einer Überarbeitung mit einem Neuaufbau verglichen werden. Entscheidend ist, wie schwer die Probleme wiegen, nicht ihre Anzahl.

Drei Wege – und welcher zu deinem Fall passt

Nicht jedes der oben genannten Probleme bedeutet, dass du eine komplett neue Website brauchst. Zwischen „alles lassen“ und „alles neu“ liegen zwei sinnvolle Zwischenstufen, und sie unterscheiden sich deutlich in Aufwand und Kosten.

1. Gezielte Optimierung – wenn die Grundlage stimmt

Struktur und Technik tragen noch, es hakt an einzelnen Stellen. Dann ist ein kleiner Eingriff der wirtschaftlichere Weg:

  • Besucher finden sich grundsätzlich zurecht, nur einzelne Bereiche sind veraltet oder unvollständig.
  • Die Seite lädt ordentlich, funktioniert mobil und lässt sich ohne Verrenkungen bearbeiten.
  • Es fehlt Konkretes: ein FAQ-Bereich, bessere Bilder, ein überarbeiteter Leistungsbereich oder geprüfte SEO-Grundlagen.

Solche Verbesserungen kannst du als einzelne Aufgabe beauftragen. Wir vereinbaren vor Beginn, was ich übernehme und was es kostet.

2. Relaunch – wenn Gestaltung und Struktur nicht mehr passen

Inhaltlich stimmt die Richtung, aber die Website ist als Ganzes nicht mehr zeitgemäß. Beim Relaunch bleiben Domain, bewährte Inhalte und die inhaltliche Ausrichtung erhalten, während Gestaltung, Seitenstruktur und Technik neu aufgebaut werden. Typisch ist das, wenn:

  • die Seite über Jahre gewachsen ist und der rote Faden verloren gegangen ist,
  • die mobile Ansicht nachgerüstet wirkt statt eigenständig geplant,
  • das Design so alt ist, dass eine Auffrischung an der Oberfläche nichts mehr rettet,
  • gute Texte und etablierte Google-Rankings vorhanden sind, die man mitnehmen möchte.

3. Komplett neue Website – wenn sich das Unternehmen verändert hat

Hier geht es nicht nur um Gestaltung, sondern um die Frage, was die Website überhaupt erzählen soll. Das ist der Fall, wenn:

  • sich Positionierung oder Zielgruppe verschoben haben – du sprichst heute andere Kunden an als beim letzten Aufbau,
  • die Struktur dein Angebot nicht mehr abbilden kann und neue Inhalte nur noch irgendwo „drangehängt“ werden,
  • die Technik gewachsen und undurchsichtig ist – ein altes Baukasten-System oder eine Installation mit vielen Erweiterungen, bei der niemand mehr weiß, was wovon abhängt,
  • ein neuer Name, ein neues Logo oder ein neues Erscheinungsbild dazugekommen sind.

Wenn große Teile der Website überarbeitet werden müssen, lohnt sich ein Vergleich: Welche Inhalte und technischen Grundlagen lassen sich erhalten, und welcher Aufwand entsteht bei einem Neuaufbau? Bei Relaunch und Neubau liegt ein wesentlicher Unterschied in der inhaltlichen Vorarbeit.

Wann du gar nichts ändern musst

Wenn deine Website auf dem Handy gut funktioniert, zügig lädt, dein aktuelles Angebot verständlich erklärt und dir regelmäßig Anfragen bringt, brauchst du keinen Neuaufbau. Dass sie nicht dem neuesten Gestaltungstrend folgt, ist kein Anlass für ein Projekt.

Auch wirtschaftlich lohnt der nüchterne Blick: Wenn dein Geschäft überwiegend über Empfehlungen läuft und die Website vor allem als seriöser Beleg dient, reicht dafür oft eine gepflegte, klare Seite. Investiere das Geld dann lieber dort, wo deine Kunden tatsächlich herkommen.

Wie alt darf eine Website sein?

Eine feste Frist von drei bis fünf Jahren ist kein brauchbares Entscheidungskriterium. Entscheidend ist, ob die Website dein aktuelles Angebot erklärt, technisch gepflegt wird und sich auf dem Smartphone gut bedienen lässt.

Einen konkreten Zeitpunkt für eine Erneuerung gibt es nur aus technischer Sicht: Software, Redaktionssysteme und Erweiterungen werden irgendwann nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt. Dann entsteht echter Handlungsbedarf – unabhängig davon, wie gut die Seite aussieht.

Sinnvoller als eine Jahreszahl sind zwei Fragen: Wird die technische Grundlage noch gepflegt? Und bringt die Website die Anfragen, die sie bringen soll? Eine gut gepflegte Website von 2018 kann besser dastehen als eine vernachlässigte von 2023.

Was beim Relaunch mit deiner Google-Sichtbarkeit passiert

Die häufigste Sorge vor einem Relaunch ist berechtigt: Was passiert mit den Rankings? Eine sorgfältige Vorbereitung verringert das Risiko, bestehende Sichtbarkeit zu verlieren. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Google muss geänderte Seiten erneut erfassen und einordnen. Welche Onpage- und technischen Grundlagen dabei vorbereitet werden, steht unter SEO-Grundlagen einer neuen Website.

  • Vor dem Relaunch wird erfasst, welche Seiten bereits über Google gefunden werden.
  • Geänderte Adressen werden per Weiterleitung sauber auf die neuen Seiten geführt.
  • Bewährte Seitenthemen bleiben erhalten oder werden bewusst zusammengeführt – nicht ersatzlos gestrichen.
  • Nach dem Livegang zeigt die Google Search Console, wie sich die Sichtbarkeit entwickelt.

Kurzfristige Schwankungen nach der Umstellung sind normal.

Wenn mehrere Punkte zutreffen

Erkennst du deine Website in mehreren der genannten Anzeichen wieder, lohnt sich ein genauerer Blick – und zwar bevor Zeit in einzelne Reparaturen fließt, die die eigentliche Ursache nicht beheben.

Im kostenlosen Erstgespräch werfen wir einen ersten Blick auf deine bestehende Website. Du schilderst, was dich daran stört, und ich gebe dir eine erste Orientierung: Können einzelne Änderungen reichen, oder spricht vieles für einen Neuaufbau?

Für eine genauere Prüfung gibt es den Website-Check für 299 € pauschal. Dabei prüfe ich Technik, Aufbau, Inhalte und Gestaltung und erstelle einen schriftlichen Bericht mit konkreten Fundstellen und nach Dringlichkeit geordneten Empfehlungen. Bei großen Websites konzentriere ich mich auf die wichtigsten Seiten und Seitentypen. Ein Gespräch oder ein anschließender Umsetzungsauftrag ist dafür nicht nötig.

Stellt sich dabei ein vollständiger Neuaufbau als sinnvoll heraus, gilt Webseite Plus zum vereinbarten Festpreis wie für eine neue Website – du weißt also vorher, woran du bist. Für kleinere, klar abgegrenzte Verbesserungen wird der Aufwand vorab geprüft und passend zur Aufgabe kalkuliert. Wie das Ergebnis aussehen kann, zeigen die Projekte und Designbeispiele.

Häufige Fragen

Wann brauche ich eine neue Website?

Wenn mehrere Ebenen gleichzeitig nicht mehr stimmen: Die Seitenstruktur bildet dein heutiges Angebot nicht mehr ab, die Technik lässt sich nicht mehr sinnvoll pflegen und die mobile Darstellung wurde nachträglich aufgesetzt statt mitgeplant.

Einzelne Probleme lassen sich häufig gezielt beheben. Wenn Technik, Seitenstruktur und mobile Darstellung zugleich grundlegend überarbeitet werden müssen, sollten Aufwand und Kosten einer Überarbeitung mit einem Neuaufbau verglichen werden.

Wie erkenne ich, dass meine Website veraltet ist?

Am zuverlässigsten über drei praktische Tests statt über das Bauchgefühl: die eigene Website auf dem Smartphone aufrufen und versuchen, in zwei Schritten zur Kontaktmöglichkeit zu kommen; die Ladezeit mit einem kostenlosen Werkzeug wie Google PageSpeed Insights prüfen; und die eigene Seite direkt neben zwei Wettbewerber legen.

Inhaltliche Anzeichen sind Referenzen und Fotos, die Jahre alt sind, Leistungen, die es so nicht mehr gibt, und Links, die ins Leere laufen.

Wie oft sollte man eine Website erneuern?

Eine feste Frist von drei bis fünf Jahren hilft bei der Entscheidung wenig. Entscheidend sind der technische Zustand, die Bedienbarkeit und die Frage, ob die Inhalte noch zu deinem Angebot passen.

Halte die Inhalte aktuell und achte auf nötige Sicherheitsupdates. Eine größere Überarbeitung wird sinnvoll, wenn sich Angebot, Technik oder Positionierung deutlich verändern.

Was ist der Unterschied zwischen einem Relaunch und einer komplett neuen Website?

Bei einem Relaunch bleiben Domain, gewachsene Inhalte und die inhaltliche Ausrichtung bestehen, während Gestaltung, Struktur und Technik erneuert werden – die Website wird fortgeführt, nicht ersetzt. Von einer komplett neuen Website spricht man, wenn auch die Ausrichtung neu bestimmt wird, etwa nach einer Neupositionierung.

Technisch ist der Aufwand oft ähnlich, der Unterschied liegt in der Vorarbeit. Weil der Begriff Relaunch in der Praxis für beides verwendet wird, lohnt sich im Angebot die Nachfrage, was konkret gemeint ist.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Bei einem vollständigen Neuaufbau gilt derselbe Festpreis wie für eine neue Website: Webseite Plus für 1.350 € mit Startseite und bis zu fünf überschaubaren Unterseiten. Gelieferte Rechtstextseiten kommen zusätzlich dazu. Zusätzliche Seiten oder größere Arbeiten vereinbaren wir vorab.

Wenn deine Website grundsätzlich steht und nur einzelne Bereiche verbessert werden sollen, wird der Aufwand vorab geprüft und transparent passend zur Aufgabe kalkuliert.

Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?

Eine sorgfältige Vorbereitung verringert das Risiko von Verlusten, garantiert aber keine unveränderten Rankings: Vorhandene Seiten und Rankings werden vor dem Relaunch erfasst, geänderte Adressen per Weiterleitung auf die neuen Seiten geführt und bewährte Seitenthemen beibehalten statt ersatzlos gestrichen.

Kurzfristige Schwankungen nach der Umstellung sind normal. Über die Google Search Console lässt sich die Entwicklung nach dem Livegang nachvollziehen.

Kann ich Inhalte meiner alten Website übernehmen?

Ja, und das ist oft sinnvoll. Gute Texte und bewährte Inhalte werden übernommen und geschärft statt neu erfunden – gerade Inhalte, die bereits über Google gefunden werden, sind wertvoll.

Was nicht mehr zum Angebot passt, wird gestrichen. So bleibt Bewährtes erhalten, während Struktur und Darstellung neu aufgebaut werden.

Relaunch oder gezielte Verbesserung?

Im kostenlosen 30-Minuten-Erstgespräch schaue ich mir deine Website an und schätze ein, ob einzelne Änderungen reichen oder ein Neuaufbau sinnvoll ist.